February 2, 2012 0

Aus den Archiven

By in Publikationen

Habe gerade in meinem persönlichen Archiv gestöbert und eine nie veröffentlichte Rezension von Sven Spiekers 2008 erschienenem “The Big Archive. Art from Bureaucracy” gefunden, die ich der Welt nicht vorenthalten möchte. Sie ist auf Deutsch geschrieben, wer sie ins Englische oder Russische übersetzen möchte – herzlich Willkommen!

“In seiner Besprechung von Sven Spiekers vorangegangenem Sammelband zum Thema Archive “Bürokratische Leidenschaften” (2004) bezeichnet Max Plassmann, Archivar im Universitätsarchiv der H.-H.-Universität Düsseldorf den Sammelband als ein Ärgernis und kritisiert vor allem dessen vereinfachten, weil schlicht zweigeteilten Archivbegriff (“das Papierarchiv des Aktenzeitalters” und “das digitale Inter-Archiv”). [...]
In dieser verkürzten Darstellung der alten, ewiggestrigen Papierarchive und ihrer -Archivare und den heutigen digitalen Archiven sieht Plassmann gar eine Gefährdung des Berufsstands der “traditionellen Akten-Archivare” gegeben, denen demnächst die finanzielle Basis entzogen würde von Beamten, die Spiekers digitale Argumente im Munde führen.
Diese Sichtweise macht sich das einflussreiche Blog „Archivalia“ zu eigen und nimmt damit die Kritik an der jüngsten monographischen Neuerscheinung Spiekers “The Big Archive” vorweg, indem sie die alte gleich neu formuliert. Diese Kritik, so berechtigt sie aus der Perspektive der Archivwissenschaft sein mag, ist nicht neu und auch nicht besonders konstruktiv. Und – um es gleich vorweg zu nehmen – an Spiekers Archivbegriff hat sich in den vergangenen vier Jahren nicht viel geändert, insofern haben Plassmann, Graf & Co. Recht behalten, was aus archivarischer Perspektive von einer solchen Veröffentlichung zu halten sei.”

Vollständigen Text als pdf-Dokument lesen: HIER

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